US-Gesundheitsinstitut bringt Schüler zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung
Freitag, 26. Mai 2006
Miami - Amerikanische Schulen gehen neue Wege, um Kinder und Jugendliche zu einem gesünderen Lebenswandel und zu einer besseren Ernährung zu motivieren. Dutzende Schulen in Florida, Kansas und North Carolina nehmen an einem neuen Programm namens „Wellness, Academics and You“ (WAY) teil. Schüler lernen dabei, sich genügend zu bewegen und ausgewogen zu ernähren.
Die amerikanische Ärzteschaft hatte seit längerem verlangt, Ernährungsberatung als festen Teil der Schulausbildung zu verankern. Amerikanische Pädiater weisen seit Jahren auf die immer weiter steigende Zahl der übergewichtigen beziehungsweise adipösen Kinder und Jugendlichen hin. WAY soll hier Abhilfe schaffen. Schüler werden während des Unterrichts regelmäßig zu zehnminütigen Sport- und Gymnastikeinlagen gebeten. Außerdem lernen sie, wie man sich gesund und ausgewogen ernährt.
Erste Studienergebnisse zeigen, dass Kinder und Jugendliche, die an einem WAY-Programm teilnehmen, an Schultagen durchschnittlich zehn Minuten täglich mehr Sport treiben als Kinder, die nicht an dem Programm teilnehmen. An freien Tagen betreiben WAY-Teilnehmer im Durchschnitt 37 Minuten Sport, während ihre Altersgenossen, die nicht an dem Programm teilnehmen, auf lediglich 22 Minuten kommen.
In Schulen, die WAY als festen Bestandteil des Lehrplans verankert haben, ist die Zahl der übergewichtigen beziehungsweise adipösen Schüler um durchschnittlich zwei Prozent gesunken, teilte das „Institute for Americas Health“ mit. Das Institut ist Initiator des Programms. /KT
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