Brüssel - Wissenschaftler wollen etwas mehr gesunden Menschenverstand in die Diskussion über Fettleibigkeit bringen. Es gäbe keinen Grund, Zucker oder andere Zutaten und Nahrungsmittel als Sündenböcke hinzustellen. Fettleibigkeit entstehe vielmehr durch ein falsches Verhältnis zwischen Energieaufnahme und -verbrauch. So lautet die Quintessenz einer Veranstaltung mit dem Titel Managing Sweetness, an der Vertreter aus den USA und Europa teilgenommen hatten.
Statt einzelne Nahrungsbestandteile zu verteufeln, sollte beim Kampf gegen Adipositas der Nutzen der körperlichen Betätigung stärker betont werden, lautete das Fazit. Aufgabe der öffentlichen Gesundheitsfürsorge müsse es daher vor allem sein, Menschen dazu zu motivieren, mehr Sport zu treiben und sich insgesamt mehr zu bewegen.
Der Leiter der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Union, Robert Madelin, kündigte für den Herbst ein Strategiepapier zur gesundheitlichen Bedeutung des Sports an, um die Debatte weiter anzutreiben. /ps
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