Hartmannbund erarbeitet Konzept für Ausstieg aus KV-System
Montag, 7. August 2006
Berlin - Ein tragfähiges Konzept dafür, wie Vertragsärzte flächendeckend aus dem System der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aussteigen könnten, will der Hartmannbund (HB) erarbeiten. „Wir müssen die Rolle der KVen nach der Gesundheitsreform sehr genau analysieren und prüfen, ob sie noch adäquate Träger unserer Interessen oder aber auch des kassenärztlichen Systems sind“, erklärte der HB-Vorsitzende Dr. Kuno Winn den Schritt.
„Der Ausstieg als bloßes propagandistisches Kampfinstrument ist ungeeignet. Wir haben eine hohe Verantwortung denen gegenüber, denen wir gegebenenfalls ein Verlassen des KV-Systems empfehlen“, sagte Winn. Ein mögliches „Auffangsystem“ müsse sicher funktionieren. Winn sieht das Konzept aber auch als Angebot an andere Verbände und nicht organisierte Mediziner.
Die Arbeiten am Konzept haben laut HB Anfang August begonnen. Im Herbst will der Verband es vorstellen. „Wir brauchen diese realistische Option auf einen Ausstieg aus dem bisherigen System für die Zukunft unseres Berufsstandes. Wir brauchen sie aber auch, damit die KVen unbelastet über ihre künftige Rolle nachdenken können“, erklärte Winn. /hil
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