Ärzteschaft

Ärztebund protestiert gegen GEZ-Gebühren für Praxiscomputer

Dienstag, 22. August 2006

Hamburg - Der NAV-Virchowbund hat die Einführung von GEZ-Gebühren für jeden internetfähigen Computer am Arbeitsplatz kritisiert. „Dies ist ein schwerer Schlag gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte“, erklärte der Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Klaus-Otto Allmeling, am Dienstag.

Im Oktober 2004 hatten die Ministerpräsidenten der Länder in der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“, beschlossen, dass Freiberufler ab 2007 für internetfähige Computer GEZ-Gebühren zahlen müssen. Einen solchen Rechner benötigen die Ärzte, wenn sie die elektronische Gesundheitskarte nutzen. Damit würden für die Praxen zusätzliche Kosten anfallen.

Im August 2006 soll die Rundfunkkommission die Einführung der Gebühr erörtern. Ob ein Einspruch der Bundesländer bewirken kann, dass der Beschluss ausgesetzt wird, ist ungewiss. Unklar ist auch, was eine Klage der Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler erreichten kann. „Die Probleme bei der Akzeptanz der elektronischen Gesundheitskarte innerhalb der Ärzteschaft werden jetzt erst recht enorm zunehmen“, befürchtet Allmeling. Wenn die Praxen neben Anschaffungs- und Unterhaltskosten jetzt auch die GEZ-Gebühren von derzeit 204,00 Euro pro Jahr und Arbeitsplatz übernehmen müssen, sinke die Bereitschaft zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. © hil/aerzteblatt.de

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