Gesundheitsreform: Ärztekammer Sachsen kritisiert Weg in die Staatsmedizin
Freitag, 25. August 2006
Dresden - „Die Koalition bereitet den Weg in ein staatliches und zentralistisches Gesundheitswesen.“ Das erklärte der Vizepräsident der Sächsischen Landesärztekammer, Dr. Stefan Windau, nach Bekannt werden des Arbeitsentwurfes zur Gesundheitsreform am Donnerstag.
Künftig solle die Bundesgesundheitsministerin über die Höhe eines einheitlichen Krankenkassenbeitrags entscheiden. Den Kassen würden nur noch Pauschalen zugewiesen. Das Bundesversicherungsamt solle eine gigantische Geldsammelstelle werden. Die Bürokratie werde ausgeweitet, indem weitere Institute unter staatlicher Aufsicht entstehen. „Mit diesem Weg wird das Gesundheitssystem in Deutschland nur teurer, ohne dass sich die medizinische Versorgung für die Patienten verbessert“, bewertete Windau die Pläne.
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