5.220 News Ärzteschaft

Ärzteschaft

KBV und KVen setzen auf Patientenorientierung

Donnerstag, 31. August 2006

Berlin - Dem Engagement der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), sich am Patienten zu orientieren und mit diesem zu kooperieren, widmete sich die erste Patienten-Fachtagung der KBV. Die KBV sehe sich mit der derzeitigen Entwicklung hin zu mehr Patientenorientierung im Gesundheitswesen einem Wandel ausgesetzt, dem sich die Organisation stellen wolle, sagte KBV-Vorstand Dr. Ulrich Weigeldt zum Auftakt der Veranstaltung am Donnerstag in Berlin. Erste Initiativen der KBV seien die Einrichtung eines Patientenbeirats und einer Stabsstelle Patientenorientierung bei der KBV.

„Wir sorgen dafür, dass die Orientierung am Patienten bei uns nicht in Vergessenheit gerät“, betonte Dr. Adela Litschel, Referentin der Stabsstelle. Als eine ihrer ersten Aufgaben hat die Stabsstelle im Juni einen Patienten-Newsletter herausgegeben, der gesundheitspolitische Informationen und Informationen zur Arbeit der KBV und der KVen erhält. Er ist über die Homepage der Organisation abrufbar. Der neu geschaffene Patientenbeirat setzt sich aus acht Personen verschiedener Patientenverbände zusammen, die den KBV-Vorstand im Vorfeld von Entscheidungen aus Patientensicht beraten sollen. 

Auch die KVen verwiesen auf ihr Engagement. Fünf KVen haben inzwischen Kooperationsberatungsstellen für Selbsthilfegruppen und Ärzte – so genannte KOSA – eingerichtet. Mithilfe von Round-Table-Treffen, Qualitätszirkeln, Selbsthilfetagen und Beratungsnetzwerken versuchen die Mitarbeiter der KOSA, das Arzt-Patienten-Verhältnis zu verbessern und breite Informationsplattformen für interessierte Ärzte oder Mitglieder von Selbsthilfegruppen zu schaffen.   

Helga Kühn-Mengel (SPD), Patientenbeauftragte der Bundesregierung, forderte die Ärzte dazu auf, eine Fehlerkultur zu entwickeln. „Manchmal wollen die Patienten einfach nur, dass sich jemand bei ihnen für einen Fehler entschuldigt“, betonte Kühn-Mengel. Trotz erzielter Erfolge hin zu mehr Patientenorientierung im Gesundheitswesen – beispielsweise die Beteiligung von Patientenvertretern innerhalb des Gemeinsamen Bundesausschusses – deutete Kühn-Mengel an, derzeit keine weiteren Verbesserungen erzielen zu können. Es sei „nicht ganz einfach“, hierfür Mehrheiten im Bundestag zu bekommen, sagte die Patientenbeauftragte. Dennoch sei ein Gesetz, das Patienten mehr Rechte gewährleistet, wünschenswert. © MM/aerzteblatt.de

Anzeige
Drucken Versenden Teilen
5.220 News Ärzteschaft

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in