Berlin - Dem Engagement der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), sich am Patienten zu orientieren und mit diesem zu kooperieren, widmete sich die erste Patienten-Fachtagung der KBV. Die KBV sehe sich mit der derzeitigen Entwicklung hin zu mehr Patientenorientierung im Gesundheitswesen einem Wandel ausgesetzt, dem sich die Organisation stellen wolle, sagte KBV-Vorstand Dr. Ulrich Weigeldt zum Auftakt der Veranstaltung am Donnerstag in Berlin. Erste Initiativen der KBV seien die Einrichtung eines Patientenbeirats und einer Stabsstelle Patientenorientierung bei der KBV.
„Wir sorgen dafür, dass die Orientierung am Patienten bei uns nicht in Vergessenheit gerät“, betonte Dr. Adela Litschel, Referentin der Stabsstelle. Als eine ihrer ersten Aufgaben hat die Stabsstelle im Juni einen Patienten-Newsletter herausgegeben, der gesundheitspolitische Informationen und Informationen zur Arbeit der KBV und der KVen erhält. Er ist über die Homepage der Organisation abrufbar. Der neu geschaffene Patientenbeirat setzt sich aus acht Personen verschiedener Patientenverbände zusammen, die den KBV-Vorstand im Vorfeld von Entscheidungen aus Patientensicht beraten sollen.
Auch die KVen verwiesen auf ihr Engagement. Fünf KVen haben inzwischen Kooperationsberatungsstellen für Selbsthilfegruppen und Ärzte – so genannte KOSA – eingerichtet. Mithilfe von Round-Table-Treffen, Qualitätszirkeln, Selbsthilfetagen und Beratungsnetzwerken versuchen die Mitarbeiter der KOSA, das Arzt-Patienten-Verhältnis zu verbessern und breite Informationsplattformen für interessierte Ärzte oder Mitglieder von Selbsthilfegruppen zu schaffen.
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