Marburger Bund begrüßt die Verschiebung der Gesundheitsreform
Freitag, 8. September 2006
Berlin - Der Marburger Bund (MB) hat die Verschiebung der Gesundheitsreform auf April 2007 begrüßt. „Damit hat diese Bundesregierung ihre erste richtige gesundheitspolitische Entscheidung gefällt“, erklärte der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Der bisherige Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums sei ein indiskutables Papier, das die Arbeitsbedingungen der Ärzte in Kliniken und Praxen erheblich verschlechtert hätte.
Der vorliegende Arbeitsentwurf hätte „unweigerlich den Weg vom bewährten freiheitlichen Gesundheitswesen zur patientenschädlichen Einheitsversicherung bedeutet“, so der MB-Vorsitzende. Er forderte von der Bundesregierung, diese Verschiebung als Neuanfang zu begreifen, bei dem auch die Kompetenz der Gesundheitsberufe miteingebunden werden müsse. „Verschieben allein reicht nicht, der vorliegende gesundheitspolitische Murks muss gänzlich vom Tisch. Neu denken und besser machen ist jetzt angesagt“, erklärte Montgomery. © hil/aerzteblatt.de
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