Ärzteschaft

KBV warnt vor der Einführung von GEZ-Gebühren für Praxiscomputer

Montag, 11. September 2006

Berlin - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den Beschluss der Rundfunkkommission kritisiert, GEZ-Gebühren für jeden internetfähigen Computer in Arztpraxen zu verlangen. „Mit der Einführung dieser Rundfunkgebühr hat sich die Politik eine weitere Bürde für die niedergelassenen Ärzte ausgedacht. Doch damit schneidet sie sich ins eigene Fleisch“, erklärte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Köhler, am Montag in Berlin.

Für die von der Bundesregierung geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sei der Online-Anschluss einer Arztpraxis unerlässlich. „Der Politik muss es klar sein, dass diese zusätzliche finanzielle und bürokratische Belastung die Akzeptanz der neuen Gesundheitskarte innerhalb der Ärzteschaft enorm erschweren wird“, warnte Köhler.

Er kritisierte außerdem, dass Praxen die Gebühr für Leistungen bezahlen müssten, die sie nicht in Anspruch nehmen. „Die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten nutzen die PCs in ihren Praxen ausschließlich für berufliche Zwecke“, erklärte der KBV-Chef. Das Gros der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) wickelten schon seit langem die Honorarabrechnung online ab. Die fachliche Fortbildung und die Recherche in medizinischen Datenbanken erfolgten ebenfalls zunehmend über das Internet.

„Der Arbeitsalltag eines freiberuflich tätigen Arztes ist komplett mit Patientenbehandlungen und Dokumentation ausgefüllt. Da bleibt keine Zeit zum Fernsehen oder Radio hören. Wir werden uns gegen diese unsinnige Zwangsabgabe mit allen Mitteln wehren“, erklärte der KBV-Chef.
© hil/aerzteblatt.de

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