Systemausstieg: Urologen planen Mitgliederbefragung zum Korbmodell
Donnerstag, 5. Oktober 2006
Hamburg - Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. wird seine knapp 3.000 Mitglieder nach ihrer Einstellung zu einer Rückgabe der Kassenzulassung und dem so genannten Korbmodell befragen. Das gab der Verband Anfang Oktober bekannt.
Bei dem „Korbmodell“ geben die Ärzte einer Region eine Absichtserklärung zur Rückgabe ihrer Kassenzulassung ab, die zunächst durch einen Notar in einem „Korb“ gesammelt wird. Spricht sich eine Mehrheit in einer Region verbindlich für die Rückgabe aus, wird in einer gesonderten Abstimmung darüber entschieden, ob die im Korb versammelten Praxen tatsächlich gemeinsam ihre Zulassung zurückgeben.
Der Berufsverband der Urologen ist nach eigenen Angaben die erste Ärztevertretung, die sich bundesweit mit der Möglichkeit des kollektiven Systemausstiegs befasst und gegebenenfalls über seine 19 Landesverbände aktiv wird.
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