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Mammographie: Krankenkassen und KBV sehen sich auf richtigem Weg

Dienstag, 17. Oktober 2006

dpa

Bergisch Gladbach/Berlin/Köln - Die drei deutschen Modellprojekte zum Mammographie-Screening haben die Anforderungen der europäischen Leitlinien zur Qualitätssicherung erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Das geht aus dem Abschlussbericht der Modellprojekte zur Brustkrebs-Früherkennung hervor, den die Kooperationsgemeinschaft Mammographie am 17. Oktober vorgelegt hat. Deren Träger sind die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

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„In den drei Modellregionen Bremen, Wiesbaden/Rhein-Taunus-Kreis und Weser-Ems konnten bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen sehr gute Ergebnisse sowohl im Hinblick auf die Prozess- als auch die Ergebnisqualität erzielt werden“, heißt es in dem Bericht. So lag in der Modellregion Bremen die Brustkrebs-Entdeckungsrate pro 1.000 Frauen bei 8,7 im Erst-Screening. Im Modellprojekt Wiesbaden erreichte man eine Rate von 9,4 und in der Weser-Ems-Region von 8,3. Damit wurde der von den EU-Richtlinien vorgegebene Schwellenwert von 7,5 im Erst-Screening in allen drei Modellregionen übertroffen. Auch der Anteil der Karzinome in einem frühen Stadium von unter 15 Millimetern lag mit durchschnittlich 64 Prozent über dem EU-Richtwert von 50 Prozent. 

59 Prozent aller angeschriebenen Frauen in den Modellprojektregionen nahmen teil. Den höchsten Zuspruch erreichte mit 67 Prozent die Region Weser-Ems. Die Kooperationsgemeinschaft hatte bereits Ende Juni 2006 in einer Pressemitteilung berichtet, die gestellten Anforderungen an Prozess- und Ergebnisqualität seien innerhalb der Modellprojekte erfüllt worden. Der Abschlussbericht wurde jedoch nicht parallel dazu veröffentlicht, weil noch redaktionelle Bearbeitungen des Datenmaterials ausstünden.

Zu den Kritikerinnen dieses Vorgehens zählt Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser von der Universität Hamburg. In einem Brief an die Kooperationsgemeinschaft hatte sie es als inakzeptabel bezeichnet, „wenn in den Medien bereits Ergebnisse bewertet werden, von Wissenschaftsseite dazu jedoch nicht kritisch Stellung bezogen werden kann“.  © hil/Rie/aerzteblatt.de

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