Ärztetag und KBV-Vertreterversammlung verabschieden Resolution
Mittwoch, 25. Oktober 2006
Berlin - Die 250 Delegierten des außerordentlichen Deutschen Ärztetages und die 60 Delegierten der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung haben sich am Dienstag einstimmig in einer Resolution gegen das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz der großen Koalition ausgesprochen. „Die verfasste deutsche Ärzteschaft appelliert an die Bundeskanzlerin: Stoppen Sie diese Reform aus Verantwortung für unser Gesundheitswesen“, heißt es in der Entschließung.
Die Delegierten stimmen mehrheitlich für eine Verbreiterung der Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Diese müsse entsprechend der tatsächlichen finanziellen Leistungsfähigkeit der Versicherten auf sämtliche Einkommensarten ausgedehnt werden. Zudem plädieren sie dafür, Eigenbeteiligungsformen „sozialverträglich zu erweitern“. Darüber hinaus fordern sie in ihrer Resolution einen wahren Wettbewerb der Systeme durch Modernisierung der GKV und Stärkung – nicht Zerstörung – der privaten Krankenversicherung.
Die Ärzteschaft plant außerdem, einen Bundesgesundheitsrat einzurichten. Das Gremium soll aus Ärzten, Wissenschaftlern und Patientenvertretern bestehen und im vorpolitischen Raum sachgerecht und transparent politische Entscheidungen für das Gesundheitswesen vorbereiten. © MM/aerzteblatt.de
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