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Risikostrukturausgleich der Kassen bei über 14 Milliarden Euro

Montag, 13. November 2006

Berlin - Der Risikostrukturausgleich (RSA) der gesetzlichen Krankenkassen hat nach Angaben des BKK-Bundesverbandes im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. So seien 2005 insgesamt 14,08 Milliarden Euro umverteilt worden, teilte der Verband der Betriebskrankenkassen am Montag in Berlin mit. Über den RSA seien 3,4 Milliarden Euro aus den alten in die neuen Länder geflossen.

Das Umverteilungsvolumen zwischen den Kassen hat sich den Angaben zufolge seit Einführung des RSA 1995 drastisch erhöht. Damals lag die Gesamtsumme bei 8,95 Milliarden Euro, im Jahr 2000 waren es 12,03 Milliarden, 2004 dann 14,06 Milliarden Euro.

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), mit 25 Millionen Versicherten der Marktführer, erhielten 2005 von den anderen Kassen 12,5 Milliarden Euro über den RSA. Die Betriebskrankenkassen zahlten 8,8 Milliarden Euro in das System, die Angestellten-Ersatzkassen vier Milliarden Euro. Ohne den Risikostrukturausgleich hätten laut BKK die AOK ihre Beiträge um 4,21 Punkte anheben müssen. Die BKK hätten hingegen ihren Beitrag auf 10,21 Prozent senken können.

Ob mehr Umverteilung zwischen den Kassen, wie mit der Gesundheitsreform geplant, zu einem gerechteren Wettbewerb führt, müsse angesichts dieser Zahlen bezweifelt werden, sagte BKK-Vorstandschef Wolfgang Schmeinck. © ddp/aerzteblatt.de

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