Aufbau eines Partikeltherapiezentrum in Berlin geplant
Mittwoch, 15. November 2006
Berlin - Ein so genanntes Ionen-Protonen-Center, auch Partikelzentrum genannt, will eine private Investorengruppe zusammen mit der Charité Universitätsmedizin und dem Klinikkonzern Vivantes aufbauen. Das Projekt zum Bau der Partikeltherapieanlage in Berlin haben der Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Charité, Prof. Dr. Volker Budach, das Architekturbüro Kurt Schubert sowie die DIORIT GmbH in den vergangenen drei Jahren entwickelt. Mit der Siemens Project Ventures GmbH, der VAMED Management und Service GmbH und den beiden Berliner Klinikunternehmen Charité und Vivantes haben die Initiatoren nun einen Kooperationsvertrag geschlossen, um das Projekt unter Führung von VAMED weiterzuführen. Das Ionen-Protonen-Center Berlin soll auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Campus Virchow-Klinikum der Charité entstehen.
Die bisher angewandte Strahlentherapie beruht auf ultraharten Röntgenstrahlen, die den gesamten Körperquerschnitt des Patienten durchstrahlen und auch das umliegende, gesunde Gewebe beeinträchtigen. Protonen- und Kohlenstoff-Partikelstrahlen, wie sie in dem neuen Zentrum zur Anwendung kommen sollen, können dagegen in einer definierten Körpertiefe innerhalb weniger Millimeter gestoppt werden. Es tritt somit keine Strahlenbelastung in dem hinter dem Tumor gelegenen Gewebe auf, das gesunde Gewebe wird geschont. Auch das Gewebe vor dem Tumor wird deutlich weniger belastet.
Weltweit wurde die Teilchentherapie an etwa 46.000 Patienten eingesetzt. Die meisten Erfahrungen liegen heute für die Behandlung mit Protonen vor.
Der Regierende Bürgermeister und der Senat von Berlin begrüßen die Errichtung eines Partikeltherapiezentrums in Berlin. Damit werde Berlin als Gesundheitsstadt weiter gestärkt.
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