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KV Rheinland-Pfalz: Reform kostet Praxen 22.000 Euro jährlich

Donnerstag, 16. November 2006

Mainz - Als „Sparschwein der Nation“ fühlen sich niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz, Dr. Carl-Heinz Müller. „Deutschland braucht diese Gesundheitsreform nicht!“ erklärte Müller auf der Vertreterversammlung der KV am Mittwoch in Mainz.

In seinem Lagebericht betonte der KV-Vorsitzende, dass sich die Arbeitsbedingungen für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten zunehmend verschlechterten. Viele Verbände erarbeiteten Konzepte zum Systemausstieg, viele Mediziner in Rheinland-Pfalz gingen vorzeitig in den Ruhestand oder wechselten in andere Arbeitsbereiche. Durch die Gesundheitsreform mit der Neustrukturierung der Privaten Krankenversicherung reduziere sich das ärztliche Einkommen um zirka 2,1 Milliarden Euro jährlich. Das entspreche einem Verlust von 22.000 Euro pro Praxis pro Jahr. Deshalb würden sich die Ärzte auch weiterhin massiv gegen das Gesetz zur Wehr setzen. 

In diesem Zusammenhang verwies Müller auf den am 4. Dezember geplanten nationalen Protesttag sowie die gerade angelaufene Kampagne aller KVen unter dem Motto „Geiz macht krank.“  © hil/aerzteblatt.de

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