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Gefährliches Dolce vita: Wer viel Süßes isst, riskiert einen Pankreastumor

Mittwoch, 22. November 2006

Stockholm – Der Konsum gesüßter Speisen und Getränke erhöht das Risiko eines Pankreastumors. Das haben Wissenschaftler des Karolinska Instituts in Stockholm herausgefunden. Die Ergebnisse ihrer Langzeitstudie erschienen in der Novemberausgabe des Fachblatts American Journal of Clinical Nutrition (2006; 84: 1171-1176).

Pankreastumoren zeichnen sich durch eine hohe Sterblichkeit aus. Eine mögliche Ursache sind erhöhte Insulinspiegel. Diese sind durch eine hohe Glucosezufuhr auslösbar. Die schwedischen Wissenschaftler konnten nun einen signifikanten Zusammenhang zwischen diesen Nahrungsgewohnheiten und dem Risiko eines Pankreastumors aufdecken.

Seit 1997 untersuchten die Wissenschaftler die Konsumgewohnheiten von beinahe 80.000 gesunden Probanden. Das Monitoring der Probanden endete im Juni 2005. Im Verlauf der Studie entwickelten 131 Menschen ein Pankreaskarzinom. Die Forscher des Karolinska Instituts konnten nun zeigen, dass das Risiko hierfür mit der täglich aufgenommenen Zuckermenge assoziiert.

Das größte Risiko entsteht laut Studie durch gesüßte Sprudelgetränke. Personen, die angaben, diese mindestens zweimal am Tag zu konsumieren, hatten gegenüber „Sprudelabstinenten“ ein 90 Prozent höheres Risiko für einen Pankreastumor. Probanden, die mindestens fünfmal täglich einem Getränk (zum Beispiel Kaffee) Zucker zusetzten, zeigten ein um 70 Prozent höheres Risiko als solche, die dies nicht taten. Ein 50 Prozent höheres Pankreaskarzinomrisiko wiesen Konsumenten von gesüßten Fruchtspeisen auf.

„Obwohl das Risiko eines Pankreaskarzinoms insgesamt sehr gering ist, ist es dennoch wichtig, mehr über die Risikofaktoren zu erfahren“, betonte Susanna Larsson, eine der beteiligten Forscherinnen. „Vielleicht ist es die ernsteste Form von Krebs. Die Prognosen sind für Patienten mit Pankreastumoren sehr schlecht. Da sie oft viel zu spät erkannt werden und eine Behandlung dann sehr schwer ist, müssen wir wenigstens lernen, dieser Krankheit vorzubeugen.“ © hil/aerzteblatt.de

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