Patienteninitiative bei Diabetes Typ 2 entscheidend
Mittwoch, 22. November 2006
Hannover - Mehr Eigenverantwortung ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung von Patienten mit Diabetes vom Typ 2. Darauf hat die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) am Mittwoch hingewiesen. Dazu sollten Ärzte die Patienten stärker und vor allem früher als bisher in die Behandlung ihrer Krankheit einbeziehen.
„Obwohl die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes wissen, dass Ernährungsfehler, Übergewicht und Bewegungsmangel die Ursache für ihre Erkrankung sind, fällt es vielen doch sehr schwer, ihren Lebensstil zu ändern. Ein erhobener Zeigefinger und die Warnung des Arztes vor den schlimmen Folgen der Erkrankung wie Erblindung, Amputation, Herzinfarkt und Nierenversagen fruchten meistens wenig“, erklärte Dr. Karin Lange, Psychologin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).
Lange zufolge ist es besser, die Patienten zu motivieren, sich eigenverantwortlich an der Behandlung zu beteiligen. Ein geeignetes Instrument dazu sei die Blutzuckerselbstkontrolle. Damit sollten die Patienten am besten sofort nach der Diagnose beginnen. Denn in dieser Phase seien viele Patienten noch hoch motiviert, so die Psychologin.
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