Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit gegründet
Donnerstag, 23. November 2006
Berlin - Ein „Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit“ haben die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), der Antistigma-Verein „open the doors“ und die Stiftung für Seelische Gesundheit ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft für diese Initiative liegt bei der Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt. „In Deutschland hat die Zahl der psychischen Erkrankungen erheblich zugenommen. Deshalb sieht die Bundesregierung die Förderung der seelischen Gesundheit als eine große gesundheitspolitische Herausforderung und Zukunftsaufgabe an“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Rolf Schwanitz, anlässlich der Vorstellung Bündnisses auf der Jahrestagung der DGPPN am 22. November in Berlin.
Rund 20 Organisationen beteiligen sich bislang an dem Bündnis, darunter Ärzteverbände, wissenschaftliche Fachgesellschaften, Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen sowie medizinische Kompetenznetze. Ziele des neuen Bündnisses sind die Aufklärungs- und Informationsarbeit zu psychischen Erkrankungen sowie die Umsetzung eines Programms, um der Stigmatisierung von betroffenen Menschen entgegenzuwirken.
„Unser Ziel ist, dass es in zehn Jahren genauso selbstverständlich ist, über eine Depression oder eine Demenzerkrankung zu sprechen, wie über einen Bandscheibenvorfall oder eine Kreislauferkrankung“ erklärte der derzeitige Präsident der DGPPN, Prof. Dr. Fritz Hohagen, Lübeck. © hil/aerzteblatt.de
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