Studienanfänger: Schlechte Kenntnisse in Chemie und Physik
Dienstag, 28. November 2006
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| dpa |
Frankfurt am Main - Erstsemester bringen kein gutes naturwissenschaftliches Vorwissen in das Medizinstudium mit. Besonders die Kenntnisse in Chemie und Physik sind unzureichend. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Frankfurt am Main, in der Daten von 14 Fakultäten ausgewertet wurden. Rund 3.000 Studierenden aus dem ersten vorklinischen Semester hatten an einer Kurzklausur mit 40 naturwissenschaftlichen Fragen teilgenommen, deren Niveau Grundkurswissen aus Ober- und Mittelstufe entsprach. Von den Aufgaben wurden im Mittel weniger als die Hälfte richtig gelöst.
Besonders schlecht schnitten die Erstsemester in Physik und Chemie ab: Durchschnittlich wurden hier weniger als 25 Prozent der Fragen richtig beantwortet. Etwas besser waren die Resultate im Fach Biologie: Die Studierenden bearbeiteten etwa 50 Prozent der Aufgaben korrekt. Hervorragende Kenntnisse brachten nur wenige Teilnehmer mit. Signifikante Unterschiede zwischen Abiturienten aus verschiedenen Bundesländern wurden nicht ermittelt.
„Die Ergebnisse belegen, dass Medizinstudienanfänger nur über ein begrenztes naturwissenschaftliches Wissen verfügen“, resümiert Prof. Dr. Johannes Schulze, Fachbereich Medizin der Uni Frankfurt. Die Studie zeige erstmals, welche Kenntnisse bei Studierenden vorausgesetzt werden könnten. Dies sei bedeutsam für den Unterricht an den Universitäten und eine hilfreiche Orientierung für die Dozenten. Gleichzeitig zeigten die Ergebnisse, inwiefern die Lernziele an den Gymnasien erreicht werden.
Die Daten dienen als Grundlage für eine prospektive Studie über den Zusammenhang von Abiturwissen und Studienerfolg. © BH/aerzteblatt.de
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