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Krankenhausträger: Kein Einsparpotenzial in Milliardenhöhe

Dienstag, 28. November 2006

Berlin - Die deutschen Krankenhausträger haben Expertenmeinungen widersprochen, wonach bei den Klinikverwaltungen Milliardensummen eingespart werden könnten. Solche Berechnungen entbehrten jeder realistischen Grundlage, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, am Dienstag in Berlin. Er reagierte damit auf den aktuellen Krankenhaus-Report 2006. Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) war darin zu dem Schluss gekommen, dass durch eine effizientere Verwaltung bei den Krankenhäusern jährlich 3,7 Milliarden Euro eingespart werden könnten.

„Wer glaubt, dass im Schnitt 200 Euro pro Fall abziehbar seien und dann die Patienten noch adäquat behandelt, betreut und verwaltet werden können, ignoriert die Versorgungswirklichkeit“, kritisierte Baum. Die Behauptungen des Instituts legten den Schluss nahe, die Krankenkassen wollten ihre Versicherten weiter in die „5-Minuten-Medizin“ nach dem „Aldi-Prinzip“ treiben. „Das werden die Kliniken jedoch nicht zulassen.“

Der DKG-Hauptgeschäftsführer forderte die Krankenkassen auf, selbst einen substanziellen Beitrag zu Einsparungen in den Kliniken zu leisten. Würden die massiven Anfragen der medizinischen Dienste reduziert, könnte dies den Verwaltungsaufwand in den Kliniken um einen dreistelligen Millionenbetrag entlasten. © afp/aerzteblatt.de

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