Bundesregierung plant Alkoholverbot für Fahranfänger ab 2007
Freitag, 1. Dezember 2006
Erfurt - Die Bundesregierung bereitet ein völliges Alkoholverbot im Straßenverkehr für Fahranfänger vor. Geplant sei ein Fahrverbot nach jeglichem Alkoholkonsum während der zweijährigen Probezeit, sagte der Referatsleiter im Bundesverkehrsministerium, Rüdiger May, auf einem am Freitag beendeten Presseseminar in Erfurt.
Es liege ein erster Entwurf für eine entsprechende Gesetzesregelung vor, erläuterte May auf dem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) zum Thema „Junge Fahrer“. Wenn die Abstimmung mit anderen Ministerien dazu gut laufe, könne möglicherweise schon im Sommer 2007 eine entsprechende gesetzliche Bestimmung bundesweit in Kraft treten.
Damit wolle man bewusst von einem Alkoholverbot am Steuer über einem bestimmten Grenzwert wie derzeit 0,5 Promille abgehen. Angestrebt werde ein umfassendes Konsumverbot alkoholischer Getränke für Fahranfänger. Damit wolle man vermeiden, dass ein Herantrinken an die Alkoholgrenze erprobt werde, fügte May hinzu.
Sein Ministerium hält die Beschränkung des Alkoholverbots für junge Fahrer auf die Probezeit für ausreichend. Es sei zu erwarten, dass nach deren Ablauf das Erkennen der Verkehrsituation und der automatischen Fahrzeugbeherrschung besser eingeübt sei. Damit solle der besonders gefährliche Mix aus Anfängerrisiko und alkoholbedingter Unfallgefahr vermieden werden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.