Union zu „Feinjustierung“ der Gesundheitsreform bereit
Montag, 4. Dezember 2006
Berlin - Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Annette Widmann-Mauz (CDU), rechnet mit Veränderungen am Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform im parlamentarischen Prozess. „Wir sind diskussions- und gesprächsbereit“, sagte sie am Montag im ZDF-Morgenmagazin vor dem Hintergrund der Mediziner- und Apothekerproteste gegen die Reform. Zu dem Vorhaben von Ministerin Ulla Schmidt (SPD), Ärztehonorare mit den Arzneimittelausgaben zu koppeln, sagte Widmann-Mauz, es werde eine leistungsgerechte und verlässliche Vergütung für Ärzte gebraucht. Es bleibe das Ziel, in ganz Deutschland „eine flächendeckende ärztliche Versorgung“ zu gewährleisteten.
Auch der Strukturwandel in den Krankenhäusern müsse weiter vorangehen. Aber „wir werden beraten, ob die Einsparpotenziale, die wir bislang angesetzt haben, sachgerecht sind“, stellte die CDU-Politikerin denjenigen Ländern in Aussicht, die Änderungen angemahnt hatten. Es könne noch „Bewegung“ hineinkommen. Die Wünsche seien sehr unterschiedlich.
Auch beim Insolvenz- und beim Wettbewerbsrecht müsse noch einiges geklärt werden. Am Ende geht die Politikerin jedoch davon aus, dass der Fonds kommen wird. „Die Grundstrukturen werden wir so realisieren wie im Entwurf angelegt. In der Detailarbeit gibt es Feinjustierungen“.
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