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Telemedizin: Universitätsklinik Heidelberg betreut Herz-Insuffizienz-Patienten

Dienstag, 5. Dezember 2006

Heidelberg - Eine telemedizinische Betreuung von Patienten mit chronischer Herzschwäche hat das Universitätsklinikum Heidelberg mit der AOK Baden-Württemberg vereinbart. „Patienten mit chronischer Herzschwäche, die zu Hause telemedizinisch betreut werden, rufen seltener den Notarzt und müssen weniger häufig ins Krankenhaus aufgenommen werden. Dadurch werden die Behandlungskosten für einen Patienten um rund 3.000 Euro pro Jahr gesenkt. Die Patienten fühlen sich sicherer und nehmen zuverlässiger ihre Medikamente ein“, hieß es aus der Klinik. Dies habe eine Studie der Universitätsklinik Heidelberg gezeigt.

Auf der Grundlage der Studie haben das Universitätsklinikum Heidelberg und die AOK Baden-Württemberg im Rahmen der Integrierten Versorgung einen Vertrag zum Projekt HeiTel, der telemedizinischen Betreuung von herzkranken Patienten, geschlossen. Gemeinsam mit niedergelassen Ärzten gewährleistet er eine kontinuierliche Überwachung in den ersten sechs Monaten der Behandlung zu Hause. 

„Bei vielen Patienten wird die in der Klinik begonnene komplexe Behandlung mit Medikamenten zu Hause nicht optimal weitergeführt“, sagte Prof. Dr. Hugo Katus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Kardiologie, Pulmologie und Angiologie der Medizinischen Universitätsklinik. Obwohl die Wirksamkeit von Betablockern und ACE- Hemmern inzwischen erwiesen sei, werde sie nur einem Teil der herzinsuffizienten Patienten verschrieben oder tatsächlich von ihnen eingenommen. 

Die telemedizinische Betreuung ist ein Zusatzangebot, das die Sicherheit des Patienten erhöhen soll und ihn in seine eigene Behandlung stärker einbindet: Die Patienten erhalten von der Düsseldorfer Firma Personal HealthCare Telemedicine Services (PHTS) Messgeräte, die täglich ihren Blutdruck, Puls, Körpergewicht und regelmäßig ein EKG an ein Telemedizinisches Zentrum von PHTS weiterleiten.

Zur kostenlosen telefonischen Datenübertragung legt der Patient einen Gürtel mit dem tragbaren Messgerät an. Die Daten werden im Telemedizinischen Zentrum überprüft und anhand einer elektronischen Patientenakte mit individuell festgesetzten Grenzwerten verglichen. Deuten die Befunde auf eine drohende kardiale Dekompensation hin, nimmt der Arzt mit dem Patienten telefonisch Kontakt auf, um durch eine frühzeitige Intervention eine erneute stationäre Aufnahme zu verhindern. © hil/aerzteblatt.de

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