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Ärzteschaft

Montgomery an die Spitze der Ärztekammer Hamburg gewählt

Dienstag, 5. Dezember 2006

Frank Ulrich Montgomery

Hamburg - Der Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), Dr. Frank Ulrich Montgomery, ist neuer Präsident der Ärztekammer Hamburg. Er löst Dr. Michael Reusch ab, der das Amt vor vier Jahren seinerseits von Montgomery übernahm. Der MB-Vorsitzende erhielt in der Kammerversammlung 39 von insgesamt 55 Stimmen bei zwei Enthaltungen. Auf Reusch entfielen 14 Stimmen. Montgomery betonte, wie wichtig die Geschlossenheit der Ärzteschaft in gesundheitspolitisch schwierigen Zeiten ist: „Nur im gemeinsamen Handeln haben wir eine Chance gegenüber der Politik“, sagte der neue Kammerpräsident. Zum Vizepräsidenten wurde der Langenhorner Hausarzt Klaus Schäfer mit 35 Stimmen gewählt.

Montgomery will sich dafür einsetzen, die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung im ambulanten wie im stationären Bereich aufrecht zu erhalten. „Unsere Patienten sollen darauf vertrauen können, von den Hamburger Ärztinnen und Ärzten auch weiterhin medizinisch gut versorgt zu werden“, sagte er. Vordringlichstes Ziel sei für ihn, die Gesundheitsreform zu verhindern. „Der Aktionstag am 4. Dezember war ein großer Erfolg“, findet Montgomery. 

Besonders für Hamburg fürchtet der Vorsitzende des Marburger Bundes um die hoch spezialisierte Gesundheitsversorgung: „Ich verstehe nicht, dass unser Bürgermeister, Herr Ole von Beust, die desaströsen Auswirkungen der Reform auf die Hansestadt Hamburg nicht sieht“, kritisierte er. © hil/aerzteblatt.de

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