Lauterbach droht Ärzten mit Veröffentlichung von Praxiseinkommen
Dienstag, 5. Dezember 2006
Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die jüngsten Medizinerproteste scharf kritisiert. Zudem drohte er den niedergelassenen Ärzten mit der Veröffentlichung ihrer Einkommen. Die Ärzte wollten im Windschatten der Gesundheitsreform höhere Honorarforderungen durchsetzen, sagte Lauterbach der „Berliner Zeitung“ vom Dienstag. Der SPD-Politiker bezifferte das Durchschnittseinkommen eines niedergelassenen Arztes vor Steuern und nach Abzug der Kosten auf 8.000 bis 10.000 Euro. Würden die Forderungen der Ärzteverbände erfüllt, steige das Einkommen auf 12.000 Euro.
Als Gegenmaßnahme zur Ärztekampagne schlug Lauterbach vor, die Gesamteinkünfte pro Praxis in den Praxen für Patienten sichtbar auszuhängen. „Wenn es nicht anders geht, muss die Regierung die Ärzteeinkünfte transparent machen.“
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