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Marburger Bund und Charité nehmen Tarifverhandlungen auf

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Berlin – Die Berliner Charité und der Marburger Bund (MB) haben heute die Tarifverhandlungen für die rund 2.200 beschäftigten Ärzte aufgenommen. Die beiden Tarifpartner hatten sich bereits am 21. April auf einen Vorschalt-Tarifvertrag geeinigt. „Damit konnte in allerletzter Minute ein im April mit großer Mehrheit von 97,6 Prozent beschlossener Ärzte-Streik an der Charité abgewendet werden“, berichtet der MB.

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Hintergrund: Das Land Berlin gehört nicht dem Arbeitgeberverband der Bundesländer (Tarifgemeinschaft deutscher Länder, TdL) an. Daher müssen MB und Klinikvorstand für die Mediziner der Berliner Charité einen gesonderten Tarifvertrag vereinbaren.

Der bisherige Vorschalt-Tarifvertrag soll laut MB an den neuen Tarifvertrag für die rund 22.000 Universitätsärzte Deutschlands angepasst werden. Der Verhandlungsführer des MB, Lutz Hammerschlag, erwartet schwierige Gespräche, weil der bundesweite Tarifvertrag insbesondere bei der Vergütung deutlich besser sei als der Charité-Vorschaltvertrag.

„Auch die Charité-Ärzte haben ebenso wie ihre Kollegen an den übrigen Universitätskliniken Deutschlands Anspruch auf anständige Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung“, erklärte Hammerschlag. Sein Ziel sei deshalb, den bundesweiten TdL-Tarifvertrag auch in Berlin zu übernehmen. © hil/aerzteblatt.de

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