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Women's Health Initiative: Weniger Brustkrebs seit dem Ende der „Hormonersatztherapie-Ära“

Freitag, 8. Dezember 2006

Oakland - Der Einbruch in der Hormonersatztherapie der Postmenopause, zu dem es nach der Publikation der Women's Health Initiative (WHI) im Juli 2002 kam, hat in Kalifornien bereits zu einem Rückgang der Brustkrebsrate geführt. Dies teilen US-Forscher im Journal of Clinical Oncology (2006: e49–50) mit.

Die ersten Ergebnisse der WHI hatten gezeigt, dass die langjährige Gabe von Estrogenen nach der Menopause, statt vor Osteoporose und Herzinfarkt zu schützen die Brustkrebsrate signifikant erhöht. Nach den ersten im Juli 2002 bekannt gegebenen Ergebnissen war es, auch wegen der breiten Medienresonanz, zu einem starken Rückgang in den Verordnungen gekommen. Die Versicherung Kaiser Permanente beispielsweise registrierte eine Reduktion der Verordnungen der Hormonpräparate um 68 Prozent (Kombinationen mit Gestagen) beziehungsweise 36 Prozent (Estrogenmonopräparate). Gleichzeitig kam es, wie Christina Clarke vom Northern California Cancer Center in Oakland und Mitarbeiter berichten, zu einem Rückgang der Brustkrebsinzidenz in der Gruppe der 50- bis 74-jährigen Versicherungsmitglieder um 10 Prozent.

Allerdings gab es keine Möglichkeit, die Verordnung von Hormonen direkt mit den Brustkrebserkrankungen in Verbindung zu setzten, so dass die Zahlen eine kausale Beziehung nicht beweisen können. Sollte sie aber bestehen, dann würden durch den Verzicht auf die Hormonersatztherapie jedes Jahr in der Altersgruppe der 50- bis 74-jährigen etwa 10.000 Brustkrebsfälle vermieden.

Weitere Studien zu den Auswirkungen der WHI-Studie auf die Brustkrebsinzidenz sollen in der nächsten Woche auf dem jährlich stattfindenden San Antonio Breast Cancer Symposium vorgestellt werden. Die Studie von Kaiser Permanente konnte, wie die Kasse in der Pressemitteilung betont, als einzige bereits Daten aus dem Jahr 2004 berücksichtigen. © rme/aerzteblatt.de

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