Wodarg sieht keinen Änderungsbedarf beim Stammzellgesetz
Mittwoch, 13. Dezember 2006
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| Wolfgang Wodarg |
Berlin - Der SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg hat sich gegen jede Änderung des Stammzellgesetzes ausgesprochen. „Der bestehende Kompromiss ermöglicht Grundlagenforschung. Das reicht aus“, sagte er der Würzburger „Tagespost“ vom Donnerstag. Therapieerfolge seien in der embryonalen Stammzellenforschung in weiter Ferne. „Mit großen Versprechungen wird lediglich Unternehmenspolitik gemacht“, erklärte der SPD-Politiker. Jüngste Vorstöße zu einer Gesetzesänderung hätten nicht die Patienten im Blick, sondern „wirtschaftliche Interessen und Forscherehrgeiz“.
Die adulte Stammzellforschung sei an Therapieerfolgen wesentlich näher dran und erhalte trotzdem viel zu wenig Geld, kritisierte der Bioethik-Experte. Dieses Gebiet werde „sträflich vernachlässigt“. Ein Fragezeichen machte Wodarg auch hinter den Kompromissvorschlag des EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber zu einer anderen Stichtagsregelung. Der Berliner Bischof habe lediglich seine persönliche Meinung geäußert und könne nicht beanspruchen, für die evangelische Kirche als solche zu sprechen, meinte der Sozialdemokrat. Dazu sei das Thema noch nicht ausreichend in der evangelischen Kirche diskutiert worden. © kna/aerzteblatt.de
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