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Marburger Bund: Tarifverhandlungen mit Helios „mehr als unbefriedigend“

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Berlin - Unzufrieden mit den Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Helios Kliniken GmbH ist die Ärztegewerkschaft. Sie forderte den Klinikkonzern daher auf, die Tarifverhandlungen konstruktiv weiterzuführen. Die bisherigen Verhandlungsrunden hätten keinerlei substanzielle Ergebnisse gebracht. „Die Ärztinnen und Ärzte verlieren zunehmend die Geduld“, sagte der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery, am Mittwoch.

Helios habe bisher immer betont, besonderen Wert auf gut motivierte und gut bezahlte Ärzte zu legen. Dies sei ein Werbeinstrument für den Konzern. Nun müssten den Worten Taten folgen. 

MB und Helios hatten am 8. November 2005 Verhandlungen für einen arztspezifischen Tarifvertrag aufgenommen. Laut Montgomery blockiert Helios jedoch Fortschritte mit der Forderung, einen zwischen dem Klinikkonzern und Verdi bereits vereinbarten Vorschalttarifvertrag als Grundlage für die Verhandlungen zu akzeptieren. Diesen Verdi-Vorvertrag will der MB jedoch nicht übernehmen. 

„Spätestens mit unseren arztspezifischen Abschlüssen im öffentlichen Dienst ist jedem klar, dass Mediziner sich nichts mehr von arztfremden Großgewerkschaften überstülpen lassen“, betonte Montgomery. Wenn Helios ein Interesse an zufriedenen und motivierten Ärzten habe, dann müsse der Klinikkonzern mit dem MB einen eigener arztspezifischen Tarifvertrag vereinbaren. © hil/aerzteblatt.de

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