Einschränkung des Zigarettenkonsums als Ausstiegshilfe
Mittwoch, 13. Dezember 2006
Burlington/Vermont - Den Zigarettenkonsum zu reduzieren. kann eine erfolgreiche Methode sein, um das Rauchen einzustellen. Dies erklären Forscher der University of Vermont, College of Medicine. Ein Artikel in der Dezemberausgabe des Fachblatts Nicotine and Tobacco Research berichtet von der Studie der Arbeitsgruppe (2006; 8, (6): 739 - 749).
Nikotinabhängigkeit ist ein großes Gesundheitsproblem in allen Teilen der Welt. Das Aufhören fällt vielen Abhängigen schwer. Der Markt bietet zahlreiche vermeintliche Hilfen an. Das Forscherteam von John Hughes, Professor für Psychiatrie an der University of Vermont, hat nun eine vergleichsweise alte Methode analysiert.
Die Wissenschaftler verglichen Daten aus 19 Studien, die sich mit reduziertem Zigarettenkonsum bei Probanden beschäftigten, die das Rauchen nicht aufgeben wollten. In 16 dieser Studien führte die Methode des Wenigerrauchens zu erhöhten Erfolgsquoten beim Ausstieg aus dem Konsum. Die meisten Studien kombinierten die Reduzierung des Konsums mit Nikotinersatzprodukten.
„Weniger zu rauchen ist in einigen Staaten als Methode zum Aufhören erprobt. Unsere Untersuchungen widersprechen der allgemein vorherrschenden Ansicht, dass nur ein abruptes Konsumende zum Erfolg führt“, sagte Hughes. Aufgrund dieser Ergebnisse rät er Ärzten, den Patienten, das Rauchen nicht aufgeben wollen, nahezulegen, den Konsum zu drosseln. Gleichzeitig müsse der Arzt ihnen aber klar machen, dass das alleinige Reduzieren das rauchassoziierte Risiko nicht senke. „Das Einschränken soll den Patienten lediglich als Schritt dienen, der das Aufhören erleichtert“, so Hughes. © hil/aerzteblatt.de
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