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Lauterbach bezweifelt Studie zu Folgen der Gesundheitsreform

Montag, 18. Dezember 2006

Düsseldorf - Der Gesundheitsexperte der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, äußert Zweifel an der Richtigkeit einer Studie zu den Folgen der geplanten Gesundheitsreform für einzelne Bundesländer. „Die Ergebnisse, die das Kieler Institut für Mikrodaten-Analyse vorgelegt hat, sind schlicht abwegig“, sagte Lauterbach dem Düsseldorfer „Handelsblatt“ vom Montag. 

Nach Berechnungen seines eigenen Instituts an der Universität Köln lägen die Zahlen, die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) schon vor Monaten zusammen mit dem Bundesversicherungsamt vorgelegt habe, näher bei der Wahrheit. Danach würde Bayern durch die Einführung des Fonds nur 70 Millionen Euro verlieren.

Das Kieler Institut hatte errechnet, dass der Fonds zu Zusatzbelastungen der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen in Milliardenhöhe führt. Für Bayern errechneten die Experten im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft einen Verlust von 1,04 Milliarden Euro, für Baden-Württemberg 1,61 Milliarden Euro. Auf Hessen käme demnach ein Verlust von 700 Millionen Euro zu, auf Niedersachsen entfielen 350 Millionen Euro und auf Hamburg 140 Millionen Euro weniger als bisher. © ddp/aerzteblatt.de

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