Politik

Winnacker bekräftigt Kritik an Stammzellgesetz

Montag, 18. Dezember 2006

Berlin - Der scheidende Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Ernst-Ludwig Winnacker, hat seine Kritik am Stammzellgesetz bekräftigt. Die derzeitige Regelung halte qualifizierte Wissenschaftler anderer Fachbereiche aus Deutschland fern, sagte Winnacker am Montag in Berlin. So befürchteten etwa Physiker in den USA, dass neben der Stammzellforschung auch andere „fortschrittliche Techniken“ in der Bundesrepublik nicht gefördert würden. Winnacker sprach auf einer FDP-Tagung zum Thema „Exzellenz in Forschung und Lehre“.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) äußerte sich bei der Veranstaltung nicht direkt zum Sachverhalt. Sie wies jedoch darauf hin, dass der Mensch heute nicht mehr passiver Beobachter der Natur sei, sondern vielmehr aktiver Choreograf und Gestalter. Damit ändere sich die gesamte Wissenschaftskultur, so die Ministerin. Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper kritisierte das Gesetz zur Stammzellenforschung, da es Wissenschaftler in Deutschland kriminalisiere.

Die DFG möchte die Stichtagsregelung des deutschen Stammzellgesetzes aufheben. Danach dürfen Forscher nur solche embryonale Stammzellen verwenden, die vor Januar 2002 im Ausland entstanden. In der Union wird eine Novellierung des Gesetzes diskutiert. Eine Verschiebung des Stichtags schlug der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, vor. Die katholische Kirche ist dagegen. © kna/aerzteblatt.de

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