München - Depressionen im Alter werden häufig übersehen oder falsch behandelt. Darauf hat das „Kompetenznetz Depression Suizidalität“ am Mittwoch in München hingewiesen. Die Erkrankung komme bei älteren Menschen zwar nicht öfter vor als bei jüngeren. Allzu häufig werde mangelnde Energie und Hoffnungslosigkeit bei betagten Menschen aber fälschlicherweise als natürliche Folge des Alterungsprozesses angesehen. Das habe zur Folge, dass keine angemessene Therapie erfolge, obwohl eine Depression gut behandelbar sei.
Den Experten zufolge entwickeln rund fünf Prozent der über 65-Jährigen eine behandlungsbedürftige Depression. Das Krankheitsbild gehöre damit zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Symptome wie anhaltende Freud- und Interesselosigkeit, Hoffnungslosigkeit, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Antriebs- und Energielosigkeit sowie Suizidgedanken seien Warnzeichen, die auf eine Erkrankung hindeuteten. Hinzu kämen häufig körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Unwohlsein oder diffuse Schmerzen.
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