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AOK-Vertreter verteidigt Erhöhung der Beiträge

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Berlin - Der Vorstandschef der AOK Bayern, Helmut Platzer, hat Kritik an den Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenkassen zurückgewiesen. Die Politik habe bewirkt, dass die Mittel für die gesetzlichen Kassen nicht mehr ausreichten, sagte Platzer am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. Konkret nannte er die Mehrwertsteuer-Erhöhung und den geringeren Anteil der Krankenkassen an der Tabaksteuer. 

Die Gesundheitsreform wird Platzer zufolge nicht zu geringeren Beiträgen führen. „Es ist im Gegenteil damit zu rechnen, dass die Bürger zunächst höhere Beiträge zahlen müssen und dafür mittelfristig vielleicht sogar damit rechnen müssen, dass das Versorgungsniveau eher sinkt.“ Die Überschüsse der Kassen würden nicht einmal ausreichen, um den Beitragssatz um 0,1 Prozentpunkte zu senken.

Mehrere Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) haben eine kräftige Erhöhung ihrer Beiträge zum 1. Januar angekündigt. Die Brandenburger AOK will den Satz um 1,3 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent anheben, wie die „Märkische Allgemeine“ vom Mittwoch berichtete. Dies habe der Verwaltungsrat der Kasse beschlossen. Als Grund wird ebenfalls unter anderem die höhere Mehrwertsteuer ab Januar angegeben.

Ein Sprecher des Brandenburger Gesundheitsministeriums kündigte der Zeitung zufolge an, das Ministerium werde die Beitragserhöhung im Rahmen der Rechtsaufsicht prüfen. Auch weitere Krankenkassen wollen ihre Beiträge zum Jahreswechsel teilweise kräftig erhöhen. © ddp/aerzteblatt.de

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