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Vivantes erstellt Statistik zu Feuerwerksverletzungen

Freitag, 29. Dezember 2006

dpa

Berlin – Ärzte raten dringend zu Vorsicht im Umgang mit Silvesterraketen und Knallkörpern. Vor allem Jugendliche nähmen bei der Silvesterböllerei häufig Schaden, sagte Dr. med. Stefan Willma, Kinder- und Jugendpsychiater und –psychologe des Vivantes Klinikums Hellersdorf in Berlin. „Für Kinder und Jugendliche üben Böller und Feuerwerk eine besondere Faszination gerade wegen ihrer Gefährlichkeit aus. Insbesondere in Gruppen und unter Alkoholeinfluss neigen Jugendliche dazu, sich selbst zu überschätzen“, so Willma.

So werden in den Rettungsstellen von Vivantes am Neujahrstag deutlich mehr Patienten als sonst erwartet. In den Vorjahren behandelte das Personal in den Rettungsstellen am 1. Januar bis zu 70 Prozent mehr Patienten als an durchschnittlichen Tagen. Vivantes erstellt deshalb erstmals eine Statistik für Berlin, die zeigt, welche Personengruppen sich besonders häufig an Silvester mit Böllern verletzen.

Neben dem Schweregrad der Verletzungen sollen auch das Alter der Feuerwerksverletzten, ihre Herkunftsländer und der Unfallhergang dokumentiert werden. Die anonymen Daten werden an die Berliner Polizei und die Feuerwehr weitergereicht. „Diese Statistik soll zeigen, wo Präventionsarbeit besonders wichtig ist. So können wir Aufklärung künftig noch gezielter betreiben“, betonte Rettungsstellenleiterin Hendrike Stein. © SR/aerzteblatt.de

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