Rückenschmerzen: Krankenkasse und Fachgesellschaft stellen Therapie vor
Freitag, 29. Dezember 2006
Hamburg – Ein Therapiekonzept für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen haben die Techniker Krankenkasse (TK) und die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie vorgestellt.
„Die TK spricht gezielt Versicherte an, die über längere Zeit wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben sind“, erläuterte die Projektkoordinatorin Julia Bartels. Bei Interesse erhalten sie innerhalb von fünf Tagen einen Termin für die Eingangsuntersuchung in einem der beteiligten Schmerzzentren. Die anschließende Kombination aus hochintensiver Schmerzbehandlung sowie umfassender Physio- und Verhaltenstherapie ist in den meisten Fällen innerhalb von vier Wochen abgeschlossen. In dieser Zeit erhalten die Patienten alle zwei Tage mehrstündige Anwendungen, wobei ein besonderer Fokus auf psychosozialen Aspekten liegt.
Erstmals ist dabei eine erfolgsabhängige Vergütung für die beteiligten Ärzte vereinbart. Ein Kriterium ist die Rückkehr ins Berufsleben: Ist der Patient nach einem Monat wieder arbeitsfähig und bleibt dies auch innerhalb der nächsten sechs Monate, erhält der Arzt einen Bonus. Wird das vereinbarte Behandlungsziel nicht erreicht, wird die Vergütung gekürzt. „Im Grunde geben wir sechs Monate Garantie auf unsere Behandlung - und mindestens so lange stehen wir unseren Patienten nach Abschluss der Therapie auch noch mit Rat und Tat zur Seite“, erklärt Dr. Thomas Nolte, Leiter des Schmerzzentrums in Wiesbaden und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.
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