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Rürup: Länder-Zahlen zu Gesundheitsfonds sind „überdimensioniert“

Mittwoch, 3. Januar 2007

Berlin - Der Wirtschaftweise Bert Rürup hält die Befürchtungen vor hohen Zusatzbelastungen für einige Bundesländer durch den geplanten Gesundheitsfonds für weitgehend unbegründet. Die Zahlen, auf die sich manche Länder berufen, seien „deutlich überdimensioniert“, sagte Rürup der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“.

Die Debatte der Ministerpräsidenten um die Kosten der Gesundheitsreform für die Bundesländer kritisierte er als „merkwürdig“. Der Chef der Wirtschaftsweisen legt zusammen mit dem Vorsitzenden des Sachverständigenrates für das Gesundheitswesen, Eberhard Wille, am Donnerstag ein Gutachten über die regionale Verteilungswirkung des Gesundheitsfonds vor.

Das Kieler Institut für Mikrodaten-Analyse hatte im Dezember ein Gutachten vorgelegt, wonach Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Hamburg bei der Reform draufzahlen. Für Baden-Württemberg und Bayern wurden Mehrbelastungen von jeweils mehr einer Milliarde Euro ermittelt.

Rürup äußerte ferner Zweifel an der rechtzeitigen Einführung des Fonds. Er gehe davon aus, dass die Gesundheitsreform entsprechend den Eckpunkten verabschiedet wird. Der Darmstädter Ökonom fügte aber hinzu: „Ob der Fonds dann wirklich zum 1. Januar 2009 in dieser Form in Kraft tritt, daran habe ich meine Zweifel“. © ddp/aerzteblatt.de

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