Integrierte Versorgung zur Schwangerschaftsbetreuung in Bayern
Montag, 8. Januar 2007
München - Ein integriertes Versorgungsmodell namens „Hallo Baby“ zur Betreuung von Schwangeren haben der Landesverband Bayern im Berufsverband der Frauenärzte und die Betriebskrankenkassen Bayerns abgeschlossen. Ziel ist, auch Risikoschwangerschaften adäquat zu versorgen und Frühgeburten zu vermeiden. Dazu kooperieren niedergelassene Frauenärzte mit regionalen Perinatalzentren und besonders qualifizierten Geburtskliniken nach aktuellen medizinischen Leitlinien.
„Frühgeburten sind das zentrale Problem in der Geburtshilfe. Obwohl der medizinische Fortschritt voranschreitet, haben wir steigende Frühgeburtsraten zu verzeichnen. Dabei kann dieser Entwicklung mittels aufgeklärten Versicherten, motivierten Frauenärzten und sektorübergreifenden Behandlungspfaden begegnet werden. Frauenärzte, Spezialpraxen und Krankenhäuser sollen Sektorgrenzen überwinden und ein Interesse daran haben, sich stetig fortzubilden“, erläuterte Dr. Peter Hausser, Landesvorsitzender der Frauenärzte in Bayern, den Ansatz des integrierten Versorgungsmodells.
Am Beginn der Schwangerschaft stehe eine ausführliche Risikoanamnese der Patientin. Diese werde gegebenenfalls von einem oralen Glucosetoleranztest ergänzt, um einen Schwangerschaftsdiabetes möglichst früh zu erkennen. Bei Bedarf würden während der Schwangerschaft weitere Spezialisten wie Diabetologen und Perinatalzentren hinzugezogen. Werde die Schwangere angesichts ihrer Risiken in ein Krankenhaus mit entsprechender Versorgungsstruktur eingewiesen, würden alle notwendigen Daten von der Arztpraxis an das Krankenhaus übermittelt.
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