US-Mediziner planen Ende 2007 Gebärmutter-Transplantation
Dienstag, 16. Januar 2007
Washington - Trotz der nach Ansicht von Kritikern großen Risiken für Frauen und ihren möglichen Nachwuchs planen US-Mediziner noch in diesem Jahr eine Gebärmutter-Transplantation. „Angesichts dessen, was meine Kollegen und mein Team erreicht haben, glauben wir, dass es machbar ist“, sagte der US-Mediziner Giuseppe Del Priore am Montag der Zeitung „Washington Post“. Del Priore und sein Team im Stadtkrankenhaus New York wollen nach eigenen Angaben Frauen den Kinderwunsch ermöglichen, deren Gebärmutter durch Krebs oder andere Erkrankungen irreparabel beschädigt wurde. Den Angaben zufolge begannen die Mediziner bereits mit der Suche nach geeigneten Patientinnen und Organspenderinnen.
Transplantations- und Fortpflanzungsexperten befürchten jedoch, dass die Risiken eines solchen Eingriffs größer sind als angenommen. Das Einpflanzen eines Organs zur Wiederherstellung der Fortpflanzungsfähigkeit sei komplexer als andere Transplantationen, sagte der Bioethiker Thomas Murray vom New Yorker Hastings Center der „Washington Post“. Abgesehen von den ethischen Bedenken seien die Risiken für eine mögliche Schwangerschaft mit einer eingepflanzten Gebärmutter nicht abzuschätzen.
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