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Adjuvante Chemotherapie verbessert Ergebnisse bei Pankreaskarzinom geringfügig

Mittwoch, 17. Januar 2007

Berlin - Eine adjuvante Chemotherapie kann bei Patienten mit Pankreaskarzinom, deren Tumor mit kurativer Intention reseziert wurde, die erkrankungsfreie Überlebenszeit mehr als verdoppeln, wie eine deutsch-österreichische Studie im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2007; 297: 267-277) zeigt. An der ungünstigen Prognose ändert sich indes nichts. 

Das Pankreaskarzinom zählt mit jährlich etwa 10.000 Erkrankungen in Deutschland zwar zu den selteneren Krebserkrankungen. Wegen der hohen Sterblichkeit von 98 Prozent ist es aber die fünfthäufigste Krebstodesursache. Auch eine ausgedehnte Operation nach Whipple-Kausch kann die Prognose nicht wenden, obwohl bei dieser Operation neben dem Pankreaskopf das gesamte Duodenum, Gallenblase, Gallengang und die distalen 2/3 des Magens entfernt werden samt aller umgebenden Lymphknoten. 

In der CONKO-001-Studie wurde deshalb untersucht, ob eine adjuvante Chemotherapie die Überlebenschancen der Patienten verbessern kann. Zwischen Juli 1998 und Dezember 2004 wurden an 88 Zentren in Österreich und Deutschland 368 Patienten mit kompletter R0- oder R1-Resektion auf eine Chemotherapie mit Gemcitabin oder eine Beobachtung randomisiert.

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 4,5 Jahren stellt die Gruppe um Privatdozent Helmut Oettle von der Berliner Charité jetzt die abschließenden Ergebnisse vor. Bislang ist es bei 74,3 Prozent der Chemotherapierten gegenüber 92 Prozent in der Beobachtungsgruppe zum Rezidiv gekommen. Das mediane krankheitsfreie Überleben wurde von 6,9 Monate auf 13,4 Monate verlängert. Die krankheitsfreie Überlebensrate nach 3 Jahren betrug 23,5 Prozent mit und 7,5 Prozent ohne Chemotherapie. Nach 5 Jahren waren 16,5 Prozent mit Chemotherapie und 5,5 Prozent ohne Chemotherapie noch ohne Rezidiv. Im Gesamtüberleben (22,1 versus 20,2 Monate) gab es dagegen keine signifikanten Vorteile.

Trotz dieser ernüchternden Zahlen stelle die Studie einen kleinen Fortschritt dar, meinen Al Benson von der Feinberg School of Medicine in Chicago im Editorial (JAMA 2007; 297: 311-313), onwohl man von einem Durchbruch noch weit entfernt sei. © rme/aerzteblatt.de 

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