Qualitätsinstitut veröffentlicht Vorbericht zur Asthmatherapie
Donnerstag, 18. Januar 2007
Köln – Die Therapie eines Asthma bronchiale mittels einer fixen Kombinationen aus Kortikosteroiden und lang wirksamen Beta-2-Rezeptoragonisten ist der getrennten Gabe der beiden Wirkstoffe nicht überlegen. Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem entsprechenden Vorabbericht am 18. Januar.
Nicht alle Patienten mit Asthma bronchiale sind mit Kortikosteroiden ausreichend behandelt. Für sie kommt eine Kombinationstherapie mit lang wirksamen Beta-2-Rezeptoragonisten in Betracht. Die beiden Substanzgruppen können getrennt - mit zwei Inhalatoren - eingenommen werden. Seit einigen Jahren gibt es aber auch Kombinationspräparate, bei denen ein Inhalationsgerät beide Wirkstoffe in einem festen Mischungsverhältnis abgibt.
Nutzen und Schaden gegeneinander abwägend, kommen die Kölner Wissenschaftler zu dem vorläufigen Ergebnis, dass es keine wissenschaftlichen Belege für eine Überlegenheit einer der beiden Darreichungsformen gibt. Die derzeit verfügbaren Studien lieferten vielmehr Hinweise darauf, dass die Gabe der Wirkstoffe als Fixkombination in einem Inhalator sich nicht wesentlich von der Einnahme mit zwei Geräten unterscheidet. Nicht bestätigen konnte das IQWiG die von den Herstellern behauptete bessere Compliance der Patienten, welche die Fixkombinationen verwenden.
Mit der Veröffentlichung des Vorabberichts beginnt eine Frist von vier Wochen, in der interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen abgeben können. Unklare Aspekte dieser Kommentare werden dann gegebenenfalls in einer mündlichen Erörterung diskutiert. Danach wird der Bericht überarbeitet und schließlich als Abschlussbericht an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) weitergeleitet. Der G-BA nutzt die Empfehlungen des IQWiG als Grundlage für seine Entscheidungen. © hil/aerzteblatt.de
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