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Streit um Gesundheitsgefahr durch Toner-Staub

Freitag, 26. Januar 2007

Berlin/Frankfurt - Die Zwischenergebnisse einer Studie zu den Gesundheitsgefahren von Laserdruckern und Kopierern werden unterschiedlich bewertet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärte am Freitag in Berlin, die Messergebnisse lägen weitgehend „unterhalb von Werten, die gesundheitlich bedenklich sind“. Lediglich bei feinsten Stäuben bestehe noch Klärungsbedarf. Demgegenüber warnte der Leiter der Studie, der Gießener Toxikologe Volker Mersch-Sundermann, einem Zeitungsbericht zufolge vor gesundheitlichen Gefahren durch Tonerstaub.

Für die Studie hatte das Gießener Institut für Innenraum- und Umwelttoxikologie verschiedenste Staub- und Schadstoffbelastungen in bundesweit 63 Büros gemessen. Die Werte für normalen Staub, Schimmelpilze und flüchtige organische Verbindungen hätten sich durch den Betrieb von Laserdruckern nur teilweise erhöht und seien insgesamt gesundheitlich unbedenklich geblieben, erklärte das BfR.

Dagegen sagte Mersch-Sundermann der „Frankfurter Rundschau“ vom Freitag, die Staubbelastung könne sich beim Betrieb von Laserdruckern verdoppeln. Beim Start des Druckers würden zudem schlagartig so genannte Ultrafeinstäube in den Raum geblasen. Diese könnten über die Lunge bis in die Blutbahn vordringen. Dabei handele es sich um komplexe Gas-Gemische mit allergenen Schwermetallen wie Kupfer und Nickel sowie um hochgiftige Zinn-Verbindungen und Ozon.

Tonerstaub steht seit Jahren im Verdacht, unter anderem chronisches Asthma und allergische Hautreaktionen auszulösen. Schon das Umweltbundesamt hatte Anfang 2006 festgestellt, dass Laserdrucker feine und ultrafeine Partikel freisetzen. Dies hatte auch die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage bestätigt. © afp/aerzteblatt.de

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