FABP2: Häufiges Gen trägt zu Diabetesrisiko bei
Donnerstag, 1. Februar 2007
St. Louis – Die Genvariante FABP2 beeinflusst das Diabetesrisiko. Dies geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der Saint Louis University hervor, die das American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht hat (2007; 85: 102).
Die Wissenschaftler analysierten das Stoffwechselverhalten von Trägern der Genvariante FABP2. Nach ihren Angaben sind etwa fünfzig Prozent der US-Amerikaner Träger dieses Gens. FABP2 beeinflusst nach aktuellem Stand der Erkenntnisse die Absorption von Fetten, die mit der Nahrung aufgenommen werden. „Unsere Studie ergänzt die bisherigen Beobachtungen, die zeigten, dass Menschen mit dieser Genvariante nach dem Konsum eins Milchshakes das enthaltene Fett anders verstoffwechseln“, berichtet Edward Weiss, außerordentlicher Professor am Doisy College of Health Sciences at Saint Louis University.
Die Untersuchungen der Arbeitsgruppe ergaben, dass FABP2-Träger mehr Fett verbrennen als Menschen ohne das Gen. Dies führe zu erhöhten Blutglucosespiegeln, welche mit einem erhöhten Diabetesrisiko assoziiert seien. „Auch wenn das Gen zum Diabetesrisiko beizutragen scheint, so verursacht es die Erkrankung nicht selbst“, erläuterte Weiss.
Die Wissenschaftler betonen, dass Menschen mit diesem Gen nicht automatisch Diabetiker werden. „Viele andere Gene – sowohl bekannte als auch unbekannte –tragen zum Gesamtrisiko bei, Diabetes zu bekommen. Sie alle sind Faktoren, die eine Person nicht kontrollieren kann. Es gebe jedoch Risikofaktoren für Diabetes, die ein Mensch selbst in der Hand habe: „Lebensgewohnheiten wie Ernährung und Bewegung“, so die Forscher. © hil/aerzteblatt.de
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