Wissenschaftler warnen vor Verdoppelung der Parkinsonfälle bis 2030
Donnerstag, 1. Februar 2007
Rochester – Die weltweite Anzahl von Parkinsonkranken wird sich nach Ansicht von Wissenschaftlern der University of Rochester in den kommenden 25 Jahren verdoppeln. Das Fachblatt „Neurology“ veröffentlicht die Prognosen der Wissenschaftler (2007; 68:384-386).
Die Arbeitsgruppe von Ray Dorsey berechnete die Bevölkerungen der zehn populationsstärksten Staaten (China, Indien, Indonesien, USA, Brasilien, Pakistan, Bangladesh, Nigeria, Japan und Russland) und der fünf größten westeuropäischen Staaten (Frankreich, Spanien, Deutschland, Großbritannien und Italien) voraus. Im Anschluss errechneten die Wissenschaftler Prognosen für die Prävalenz von Parkinson nach Altersgruppen innerhalb der einzelnen Staaten.
Die Analyse der Wissenschaftler ergibt eine Erhöhung der Zahl der Parkinsonkranken in diesen 15 Ländern von 4,1 auf 8,7 Millionen bis zum Jahr 2030. Während die Forscher für die USA eine knappe Verdopplung auf 610.000 Fälle errechneten, erwarten sie den größten Zuwachs in den Entwicklungsländern Asiens.
Demnach werden 2030 in China fünf Millionen Menschen an Parkinson leiden. „Der Hauptteil an Parkinsonneuerkrankungen wird nicht in den USA oder Westeuropa auftreten, sondern an anderen Orten. Namentlich ist China zu nennen, wo Parkinson nicht als Problem der Volksgesundheit erachtet wird“, betonte Dorsey. „Darüber hinaus wird das Wachstum hauptsächlich in Gesellschaften auftreten, die über beschränkte Diagnosemöglichkeiten verfügen.“ © hil/aerzteblatt.de
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