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Integrierter Versorgungsvertrag soll Frühgeburtenrate senken

Freitag, 2. Februar 2007

Leipzig - Einen Integrierten Versorgungsvertrag zur Schwangerschaftsvorsorge hat das Universitätsklinikum Leipzig mit Gynäkologen in Leipzig und Umgebung geschlossen. Krankenkassenpartner ist die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). „Mit dem Vertrag entsteht ein optimales Netzwerk, bestehend aus der auf diesem Gebiet spezialisierten Universitätsklinik Leipzig, qualifizierten Fachärzten und der DAK“, sagte DAK-Geschäftsgebietsleiter Herbert Mrotzeck. Durch das spezielle Vorsorgeangebot könnten Ärzte bei Schwangeren das Risiko einer Frühgeburt früher erkennen und damit reduzieren.

Von 1992 bis 2004 stieg nach Angaben der DAK die Rate der Frühgeburten in Deutschland um rund 30 Prozent. Frühchen werden vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren und sind besonders gefährdet. Alarmierend sei, dass auch der Anteil von Geburten vor der 32. Schwangerschaftswoche leicht angestiegen sei. Bei diesen sehr kleinen Frühgeborenen bestehe die Gefahr einer lebenslangen körperlichen und auch psychischen Störung. 

„Durch den IV-Vertrag erhalten die niedergelassenen Frauenärzte die Möglichkeit, die bei der DAK versicherten Schwangeren hinsichtlich ihrer Risikofaktoren für eine Frühgeburt umfassender zu betreuen“, erläuterte Bernd Pittner, Vorsitzender des Qualitätszirkels der niedergelassenen Gynäkologen Leipzig. „Bei Auftreten von Risiken können wir die Betreuung der Schwangeren durch drei zusätzliche Ultraschalluntersuchungen erheblich verbessern. Dadurch können Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen frühzeitiger erkannt oder auch ausgeschlossen werden.“

Im Rahmen des Vertrages könnten die Ärzte die Schwangeren außerdem intensiver über ein angemessenes Gesundheits- und Vorsorgeverhalten beraten, so der niedergelassene Gynäkologe. © hil/aerzteblatt.de

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