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Erste große HIV-Impfstoffstudie beginnt in Afrika

Freitag, 9. Februar 2007

Modell eines HI-Virus

Seattle - In Südafrika hat die bisher größte Studie des Kontinents zum Einsatz eines HIV-Impfstoffes begonnen. Bis zu 3.000 jüngere Männer und Frauen sollen in einer Doppelblindstudie auf den Impfstoff eines amerikanischen Herstellers oder Placebo randomisiert werden. Dies teilte das in Seattle ansässige HIV Vaccine Trials Network mit.

Bei der Studie, für die in Südafrika unter dem Namen Phambili („Vorwärtsbewegung“) geworben wird, handelt es sich um eine Phase-IIb- oder „test-of-concept“-Studie. Sie wird also nicht zur Zulassung des Impfstoffes führen, sondern dient als Vorbereitung für eine definitive Phase-III-Studie. Zum Einsatz kommt HVTN 503, eine von Merck & Co. Inc. entwickelte gentechnische Vakzine, die aus drei Genen des Erregers besteht. Sie hat sich in früheren Studien als sicher erwiesen und auch zur Stimulierung einer zellulären Immunabwehr geführt. Ob sie kräftig genug ist, um junge Männer und Frauen in einem Land mit der weltweit stärksten Verbreitung von HIV vor einer Infektion zu schützen, soll die jetzt begonnene Studie zeigen.

Da in Südafrika eine andere genetische Variante (Clade C) verbreitet ist, musste der Impfstoff leicht modizifiert werden. Ansonsten gleicht er einer Vakzine, die seit zwei Jahren in der ersten großen Phase-IIb-Studie in den USA, Kanada, Südamerika, Australien und der Karibik getestet wird, und die auf den dort dominierenden Clade B zugeschnitten ist.

Die Teilnehmer der Studie, die gesund, sexuell aktiv, HIV-negativ und 18 bis 35 Jahre alt sein müssen, erhalten neben der Vakzine (oder den Placebo-Injektionen) eine ausführliche Beratung zur HIV-Prävention. Da eine andere Studie jüngst gezeigt hat, dass auch eine Zirkumzision das Übertragungsrisiko senkt, wird den männlichen Teilnehmern eine Beschneidung angeboten. © rme/aerzteblatt.de

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