Ausland

Brite fordert Legalisierung menschlichen Organhandels

Mittwoch, 14. Februar 2007

Lahore - Ein britischer Nierenspezialist hat mit seiner Forderung, den Handel mit menschlichen Organen zu legalisieren, für internationale Schlagzeilen gesorgt. Andy Stein (Walsgrave Hospital, Coventry) verlangt von Gesundheitspolitikern weltweit, „den Kopf nicht länger in den Sand zu stecken“ und den Organhandel zu erlauben. Nur so könne vermieden werden, dass der Handel mit Spenderorganen von kriminellen Banden dominiert werde.

Erst kürzlich hatten Fachärzte und Patienten in Pakistan darauf hingewiesen, dass die Transplantationsmedizin in vielen asiatischen Privatkliniken geradezu boomt. Im Masood Hospital (Lahore) werden inzwischen monatlich zehn oder mehr private Nierentransplantationen durchgeführt. Die meisten Spendernieren kommen von verarmten pakistanischen Patienten, die umgerechnet rund 700 Euro pro Niere erhalten.

Oftmals reisen Patienten, die ein neues Organ benötigen, aus westlichen Ländern nach Pakistan oder Indien in der Hoffnung, vor Ort einen Organspender zu finden. Da die Organe allerdings „oftmals über dunkle Kanäle“ in die Krankenhäuser kämen, sei es „höchste Zeit“, den Organhandel auf internationaler Ebene zu legalisieren und vernünftig zu überwachen, so Stein.

In Großbritannien warten derzeit rund 7.100 Patienten auf ein Spenderorgan. Mehrere hundert britische Patienten sterben laut Stein jährlich, weil für sie nicht rechtzeitig eine neue Niere oder ein neues Herz gefunden werden kann. © KT/aerzteblatt.de

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