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Neue Methode zum Nachweis mutierter Krebszellen

Freitag, 16. Februar 2007

Cambridge/ Köln – Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Broad-Instituts des Massachusetts Institute of Technology und der Harvard University in Cambridge bei Boston und des Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln hat nach eigenen Angaben eine Möglichkeit gefunden, die genaue, einer Krebserkrankung zugrunde liegende Mutation zu ermitteln. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse online in der Zeitschrift Nature Genetics (doi:10.1038/ng1975)

Veränderungen im Erbgut können Tumorzellen Wachstumsvorteile gegenüber gesunden Körperzellen verschaffen. Ein Tumor wird aber nicht immer durch eine Mutation im gleichen Gen ausgelöst, sondern jeder Tumor ist anders. Wären diese Mutationen im Einzelfall bekannt, könnten Ärzte die Therapien auf den jeweiligen Krankheitsfall abstimmen.

Das internationale Forscherteam entwickelte nun eine Methode, um die Mutationen genauer zu erkennen. Es handelt sich dabei um 245 genetische Tests, mit denen sie nach 238 bekannten und häufigen Mutationen in 17 menschlichen Krebsgenen suchen. Sie erprobten das so genannte Testset in 1.000 menschlichen Tumorproben. 30 Prozent der Proben trugen zumindest eine der gesuchten Mutationen. Von den 17 untersuchten Krebsgenen waren 14 wenigstens einmal mutiert.

Die Krebsforscher erwarten nun, Patienten zukünftig entsprechend ihrem genetischen Tumorprofil behandeln zu können, mit gezielt wirkenden und nebenwirkungsarmen Medikamenten. „Umfassendere Mutationsanalysen könnten künftig vor Beginn einer Tumorbehandlung individuelle Vorhersagen erlauben, auf welche Therapien ein Patient ansprechen wird“, hofft Roman Thomas, Erstautor der Studie und Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung. © hil/aerzteblatt.de 

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