„CSI“ und Co. lösen Bewerbungswelle auf Rechtsmedizin aus
Freitag, 16. Februar 2007
München - Erfolgreiche Fernsehserien um Rechtsmediziner wie „CSI“, „Crossing Jordan“ oder „Post Mortem“ haben eine Bewerbungswelle in der deutschen Rechtsmedizin ausgelöst. „Zurzeit bekommen wir so viele spontane Bewerbungen wie noch nie - vor allem von jungen Frauen“, sagte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin an der Universität Köln, Markus Rothschild, in einem am Freitag vorab veröffentlichtem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“.
Die Serien beeinflussen dem Experten zufolge auch den Arbeitsalltag: Die Toxikologie einer faulenden Leiche brauche drei bis vier Wochen. Aber es komme vor, dass Polizei oder Staatsanwaltschaft sagten: „Das geht doch im Fernsehen auch schneller.“
Den Erfolg der Serien führt Rothschild darauf zurück, dass „Sex and Crime“ immer gut funktionierten. Deswegen seien die meisten Rechtsmediziner im Fernsehen Frauen. Dazu komme die zunehmende Bedeutung von Wissen. „Der Tod und eine schöne Frau, die einem etwas beibringt. Besser geht's nicht“, zeigt sich der Rechtsmediziner überzeugt. © ddp/aerzteblatt.de
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