Nationale Versorgungsleitlinie zu Fußkomplikationen
Freitag, 16. März 2007
Berlin - Eine Nationale Versorgungsleitlinie „Präventions- und Behandlungsstrategien für Fußkomplikationen“ hat die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) zusammen mit der Bundesärztekammer und acht weiteren Fachgesellschaften herausgegeben. Die DDG weist darauf hin, dass nur eine gute Fußpflege und die rechtzeitige Behandlung von Fußproblemen die Zahl der Fuß- und Beinamputationen senken könne. Diese sei in Deutschland „erschreckend hoch“. Im Vergleich zu einigen europäischen Ländern nehme Deutschland eine Spitzenposition ein.
Wegen der Störung der Nervenfunktion sind offene Druckstellen bei Diabetikern anfangs schmerzlos und werden leicht übersehen. Hoher Blutzucker und mangelhafte Durchblutung, verzögern oder verhindern die Heilung der Druckstellen. Außerdem können Erkrankungen der Gelenke die Probleme verschärfen, weil sie die Form der Füße deformieren und dadurch weitere Druckstellen begünstigen.
Die Nationale Versorgungsleitlinie regt die regelmäßige Selbstuntersuchung der Füße durch die Patienten an, gibt Tipps zur Fußpflege und zur Wahl des geeigneten Schuhwerks. Patienten, Familienangehörige und alle an der Behandlung beteiligten Personen sollten gezielt geschult werden, so die DDG.
Die Fachgesellschaft verspricht sich von der Leitlinie eine Verbesserung der Behandlung besonders der Typ-2-Diabetiker. Sie appelliert an alle Ärzte, die neue Leitlinie umzusetzen und ihre Patienten verstärkt auf die Problemzone Fuß hinzuweisen. © hil/aerzteblatt.de
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