Ärztekammer Hamburg lehnt elektronische Gesundheitskarte ab
Dienstag, 17. April 2007
Hamburg – Gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte hat sich die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hamburg ausgesprochen. Eine entsprechende Resolution verabschiedete das Kammerparlament am 16. April mit 19 zu 11 Stimmen.
„Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sollen die Weichen für eine grundlegende Modernisierung der Kommunikation im Gesundheitswesen gestellt werden. Diese politisch gewollte Maßnahme ist in vielen ihren Konsequenzen bis heute unklar“, heißt es in der Resolution.
Die Kammerdelegierten befürchten, das Arzt-Patienten-Verhältnis könnte durch die Speicherung sensibler Patientendaten in zentralen Rechnern „schwer beschädigt oder sogar zerstört werden“. Es bestehe die Gefahr, dass Patienten mithilfe des elektronischen Rezeptes in Risikoklassen eingeteilt werden, die ihnen das ganze Leben anhaften könnten und sie in Versicherungsverhältnissen benachteiligten.
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